Fair-Treff Walluf e.V.

Bildcollage: Botanischer Garten Mainz

Botanischer Garten Mainz

Führung für die Mitarbeiterinnen des Weltladens Walluf
 
Am 31. August fanden sich 11 Frauen des Weltladens Walluf und zwei weitere Gäste im Botanischen Garten der Universität Mainz ein, um Frau Dr. Becker bei einer Führung zu folgen. Frau Dr. Becker hat in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Unterwegs aus Mainz eine Führung für Weltladen-Interessierte erarbeitet, bei der vor allem Pflanzen gezeigt werden, die im Fairen Handel eine Rolle spielen. Beginnend im Außengeländer bei einer Lo­tos­pflan­ze von be­trächt­li­chen Aus­ma­ßen ging es danach weiter im tropisch-feucht­war­men Klima der Treibhäuser zu Kakao-, Kaffee-, Kürbis-, Gewürz-, Baumwoll- und Jutepflanzen.

    Dazu ein paar Eindrücke der Weltladenfrauen:
     
    Anette Wenzel:
    Also mich hat der Lotuseffekt sehr beeindruckt. Ich fand aber auch die Ananas, die vielleicht gar nicht alle gesehen haben, sehr schön und die großen Kürbisse. Sehr interessant fand ich auch zu erfahren, wie viel Kaffee so ein Kaffeebaum in einem Jahr bringt oder zu sehen, dass die Kakaofrüchte direkt am Stamm wachsen. Und wenn man die Baumwolle so sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, was daraus für verschiedene Kleidungsstücke werden.
    Mir ist bei dieser Führung auch wieder sehr bewusst geworden, wie viel Arbeit hinter der Verarbeitung all dieser Produkt von der Ernte bis zum Endprodukt steht. Das sollte jedem bewusst sein, dann würden vielleicht nicht so viele Lebensmittel (reste) einfach so weggeworfen werden.
     
    Benedikta Kohl:
    Es ist sehr interessant, die tropischen Pflanzen unter ihren normalen klimatischen Bedingungen wachsen zu sehen. Man bekommt auch eine Vorstellung davon, unter welchen Bedingungen die Kleinbauern arbeiten müssen. Das feuchte und warme Tropenklima ist nun wirklich kein angenehmes.
     
    Heidi Jurk:
    Interessant fand ich auch die Ausführungen über den Baumwollstrauch, mit seinen schönen Blüten und den Samenständen,die aussehen wie Wattebäusche, innen drin der Samen. Er ist ein Malvengewächs.
    Die Biologin hat nochmals darauf hingewisen, wie problematisch der Anbau, die Pflege und die Gewinnung der Baumwolle ist. Besonders problematisch ist der hohe Wasserverbrauch in den wasserarmen Regionen und der hohe Einsatz von Pestiziden zur Schädlingsbekämpfung. Der Strauch ist besonders anfällig für Schädlinge. Weitere chemische Keulen werden bei der weiteren Gewinnung der Fasern eingesetzt.
    Ein Strauch mit Geschichte ....

Eine Führung lohnt sich! Alle waren begeistert und möchten wiederkommen, um mehr zu erfahren.

Text: Regina Gerlach-Feilen

Walluf, September 2011

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Informationen bei Anette Wenzel, Johannisbrunnenstr. 4 d, 65396 Walluf oder über unsere Mitarbeiterinnen im Weltladen.

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